Philosophie

Hinter dem Sichtbaren beginnt das Unsichtbare, die Welt des Unbekannten, der Visionen, der Phantasien, der Träume und Ideen. Dort liegt die Quelle, aus dem der Künstler schöpfen kann, um Werke mit nicht rational zu erklärendem Inhalt sichtbar zu machen. Gelöst von den Zwängen des Gegenstandes, geleitet durch das Unbewusste, die eigene Empfindung oder den eigenen Zustand entsteht etwas Neues, etwas noch nie da Gewesenes und Unbekanntes : die freie Form.

Die freie Form unterliegt den Gesetzmässigkeiten der Natur und kann nicht nur Willkür sein. Rationale und proportionale Regeln wie Linie zur Fläche, Ruhe zur Unruhe und Farbe zur Nichtfarbe verhalten sich wie geben und nehmen, und sie erst verleihen einem Werk die erforderliche Harmonie.

Wenn der innere Dialog einen Dialog mit dem werdenden eingeht, fängt das Werk an zu leben. Die eigene innere Natur, das eigene Sein befindet sich in der grössten Kraft, wenn das Individuum im gegenwärtigen Jetzt die eigene Wirklichkeit erfasst.

Kunst ist eine Lebensform, die aus einer inneren Notwendigkeit gelebt werden will.